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Fallstudie 5: Frankreich: Die Alternativen zur bewässerten Maismonokultur

Cluster 1: Nutzpflanzen

Der Mais-Monokulturenanbau und Probleme im Zusammenhang mit Unkrautmanagement, Bodenerosion, Bodenqualität und Schädlingsdruck haben negative agronomische Auswirkungen in den Hautes Pyrénées und Pyrénées-Atlantiques verursacht. Daher wurden die Landwirte aus diesen Regionen dazu gedrängt, nach agronomischen Innovationen zu suchen, wie z.B. die Diversifizierung der Kulturen oder die Nutzung von Nutzpflanzen, mit vor- und nachgelagerten Teilnehmern in der Wertschöpfungskette, um das Problem zu lösen.

Was sind die Hauptprobleme, die dem Entstehen der Fallstudie zugrunde liegen?

Seit Anfang der 1990er Jahre haben die Wasserbehörden die negativen Auswirkungen des Mais-Monokulturenanbaus auf die Wasserressourcen sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht hervorgehoben. Darüber hinaus sehen sich die Landwirte mit agronomischen Problemen konfrontiert, die mit der Unkrautbekämpfung, der Bodenerosion, der Bodenqualität und dem Schädlingsdruck (z.B. Drahtwürmer) zusammenhängen. Es wurden einige Maßnahmen ergriffen, um die Nährstoff- und Wasserverluste zu begrenzen, aber in einer Zeit hoher Maispreise wurden diese von den Landwirten nicht übernommen.

Wie wird das Problem angegangen und welche Akteure sind daran beteiligt?

Seit die Preise für Maiskörner für Futtermittel zu schwanken begannen, begannen die Bauern nach Lösungen zu suchen, um die Produktionskosten zu senken und gleichzeitig ihre agronomischen Probleme zu lösen. Einige dieser Bauern sind an der Ecophyto-Dynamik beteiligt. Diese Dynamik hat etwa 3000 Betriebe in Frankreich mobilisiert, darunter etwa 220 Betriebe im Südwesten des Landes. Zwanzig Landwirte aus den Hautes Pyrénées (Maiskörner, die hauptsächlich nach Spanien exportiert werden) und den Pyrénées-Atlantiques (Maiskörner für die lokale Schweine-, Rinder- oder Geflügelproduktion) suchen nach agronomischen Innovationen zur Lösung dieser Probleme. Diese Dynamik muss unterstützt werden.

Untersuchte Lösungen

Die Diversifizierung der Nutzpflanzen ist eine mögliche Lösung, wie Versuche zur Einführung der Rapsproduktion in der Fruchtfolge zeigen. Einige Landwirte würden gerne Frühjahrskulturen wie Sojabohnen in die Fruchtfolge einführen. Die Einführung anderer Getreidekulturen innerhalb der Fruchtfolge kann zu einem verstärkten Einsatz von Pestiziden führen, was nach alternativen Lösungen verlangt. Es besteht die Notwendigkeit, die Entwicklung/Organisation der vor- und nachgelagerten Teilnehmer in der Kette, wie z.B. Genossenschaften, zu unterstützen. Der Einsatz von Nutzpflanzen mit Kreuzblütlern (die allein ausgesät oder mit Leguminosen gekreuzt werden) beispielsweise ist ebenfalls eine vielversprechende Alternative zur Bekämpfung von Drahtwürmern, erfordert jedoch eine weitere Einführung.

Erwartete Ergebnisse

  • Bewältigung sozioökonomischer Herausforderungen unter Einbeziehung der vor- und nachgelagerten Akteure in der Wertschöpfungskette.
  • Förderung der Einführung alternativer Frühjahrskulturen (z.B. Sojabohnen) auf regionaler und lokaler Ebene, um Methoden und Ergebnisse auszutauschen und Diskussionen zwischen Landwirten und Ingenieuren zu fördern.
  • Verringerung der Abhängigkeit vom Pestizideinsatz durch angenommene Managementstrategien.
  • Testen und bestimmen, welche Nutzpflanzen oder Kombinationen von Nutzpflanzen verwendet werden könnten, um die Probleme der Monokulturen (wie Erosion in Verbindung mit nackten Böden, Schädlingsbekämpfung und Auswaschung von Stickstoff und Pestiziden) zu mildern.

Relevanz für die DiverIMPACTS-Ziele?

Ein Ziel des DiverIMPACTS-Projekts und der Cluster in Hautes-Pyrénées und Pyrénées-Atlantiques besteht darin, einige Arbeitsgruppen einzurichten, um die Faktoren, die die Diversifizierung der Nutzpflanzen begrenzen, klar zu identifizieren.

Kontakt

  • Olivier Micos, APCA Occitany, Leiter der Fallstudie
  • Lionel Alleto, APCA Occitany, Leiter der Fallstudie